Schwimmschule Maslo

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Elterninformation Kleinstkinderschwimmen

ab ca. 1,5 – 3 Jahre

Liebe Eltern,

wir freuen uns, dass Sie sich nach dem Babyschwimmen oder auch als spätere „Neueinsteiger“ entschlossen haben Ihrem Kind die Welt des Wassers weiter zu öffnen.

 

Für uns Erwachsene liegt diese Erfahrung schon weit zurück. Darum ist es wichtig, dass wir verstehen, was unsere Kinder im Wasser empfinden.

Kaum eine Erfahrung, die Kinder in diesem Alter machen, ist so wichtig, entwickelt so viel Vertrauen und Sicherheit wie das Erlernen des Umgangs mit einem längst vergessenen, neuem Element, dem Wasser.

 

KLEINSTKINDERKURS – WAS IST DAS?

Nach der Definition der Schwimmschule Maslo bilden die Kleinstkinderkurse die entscheidende Übergangsphase zwischen dem reinen Vater/Mutter/Kind-Schwimmen, wo die Kinder in erster Linie durch die Eltern lernen und die Übungen, Vertrauen, Mobilität und Sicherheit zum Ziel haben, und den anschließenden Anfänger-Kinder-Kursen, wo ihre Aufmerksamkeit dann ausschließlich dem Schwimmlehrer und dem „Schwimmen-Lernen“ gewidmet sein soll.

 

Die Kinder nutzen Ihre Kleinstkinderkurszeit, um für sich selbst die Einsicht zu erwerben, dass ihre schwimmerischen Fähigkeiten nicht an die Person von Vater/Mutter gebunden sind, sondern in ihnen selbst liegen. Sie entwickeln also ein wichtiges Stück Selbstvertrauen.

 

Der Kursleiter übernimmt hier nicht einfach die Rolle von Vater/Mutter - das würde die Abhängigkeit nur verlagern. Vielmehr ist das Ziel, den Kindern zu vermitteln, ihre eigenen Fähigkeiten selbstständig einzusetzen und einzuschätzen, sowie das notwendige disziplinierte Verhalten in der Gruppe zu erlernen. Die Kleinstkinder-Phase ist also eine kurze Zeit des „Selbstständig-sein-Übens“, welches zu Beginn der späteren Anfänger-Kinder-Kurse vorausgesetzt wird.

 

In den Kleinstkinder-Gruppen lässt sich natürlich ebenso feststellen, dass die Zeit der Selbstständigkeit noch NICHT gekommen ist. Für diesen sensiblen Bereich eine verbindliche Altersgrenze festlegen zu wollen ist weder sinnvoll noch praktikabel. Um das Vertraute Umfeld der Vater/Mutter/Kind-Kurse zu übernehmen, sind in den ersten Kursstunden die Eltern noch mit im Wasser. Langsam werden Ihre Kinder von unseren Kursleitern an die erste eigene Selbstständigkeit herangeführt.

 

Bevor Ihr Kind den ersten Schritt in die Selbständigkeit antritt, sollten Sie sich absolut klar darüber sein, dass Sie, zumindest für 45 Minuten, Ihre Autorität und Ihr Vertrauen vollständig an den Kursleiter übertragen. Dazu gehört auch dem Drang zu widerstehen, Kind oder Kursleiter zur Hilfe zu springen, zu soufflieren oder sonst wie von außen in den Unterricht einzugreifen. So ein Verhalten macht die Position des Kursleiters und die Absicht der Eltern in den Augen des Kindes unglaubwürdig.

 

DAS ENDE DES KLEINSTKINDERZEIT

Die Kleinstkinder-Zeit ist zu Ende, wenn die Kinder soweit sind, nicht nur die 45 Minuten Unterrichtszeit mit Spiel und Spaß und etlichen Aus-Zeiten gut mitzumachen, sondern darüber hinaus offensichtlich neue „Herausforderungen“ suchen, mutiger, gelegentlich auch übermütiger werden und sie in der Lage sind, einem Schwimmlehrer 45 Minuten lang überwiegend ihre Aufmerksamkeit zu schenken.

 

ALLGEMEINE HINWEISE:

Sollten Sie feststellen, dass Ihr Kind einmal nicht „gut drauf“ ist, eine Krankheit sich ankündigt oder noch nicht ganz ausgestanden ist, oder andere Faktoren gegen das Schwimmen sprechen, verzichten Sie auf die Stunde anstatt eine nachhaltige „Negativ-Erfahrung“ zu riskieren.

Bei allen Aktivitäten im Wasser (wie auch eigentlich an Land), seien Sie konsequent. Sicherheit kann für Ihr Kind nur entstehen, wenn auf ein Signal eine eindeutige Handlung folgt.

Während des Schwimmkurses wird der Schwimmlehrer daher die „Spielregeln“ für alle Kinder erklären und auf deren Einhaltung bestehen. Alle „Spielregeln“ sind „Sicherheitsregeln“, die konsequent einzuhalten sind.

Übermut und gering entwickeltes Risikobewusstsein führt die Kleinen sonst, wenn sie selbständiger werden, nicht nur im Wasser sondern ebenso auf dem Spielplatz, im Straßenverkehr etc. in Gefahrensituationen. Darum ist es sinnvoll, diese „Konditionierung“, welche die Kinder schnell verstehen und befolgen, auch nach Beendigung des Schwimmunterrichts beizubehalten.

 

ES GEHT LOS

Kommen Sie zu Ihrer ersten „Kleinstkinderschwimm-Stunde“ rechtzeitig und gut vorbereitet. Die fremde Umgebung, fremde Menschen, Geräusche, Gerüche (und nicht zuletzt die eigene Anspannung) wirken vielleicht zum ersten Mal auf Ihr Kind. Es soll Gelegenheit bekommen, sich daran zu gewöhnen. Nehmen Sie sich daher ein paar Minuten Zeit, um gemeinsam mit Ihrem Kind die Umgebung in der Schwimmschule „zu erkunden“. Erschrecken Sie nicht, wenn ausgerechnet Ihr Zwerg auf die ungewohnte Umgebung mit Gebrüll antwortet. Dies hat mit dem Wasser oder dem Schwimmen nichts zu tun. Hier ist etwas Geduld gefragt, die Hürde „ungewohnte Umgebung“ zu nehmen, bevor man den nächsten Schritt, nämlich den gemeinsamen Einstiegt ins Wasser, unternimmt.

 

BEIM BETRETEN der Schwimmschule

Bitte ziehen Sie direkt beim Betreten an den Bänken Ihre Straßenschuhe aus à von hier an geht es in Badeschuhen oder barfuß weiter.

 

VOR DEM EINSTIEG INS WASSER beachten Sie – zur allgemeinen Sicherheit und Hygiene – bitte:

Grundsätzlich lassen Sie bitte alle Wertsachen, Schmuck etc. zu Hause! Die Schwimmschule übernimmt keine Haftung für verloren oder abhanden gekommene Gegenstände.

Lassen Sie die Kinder KEINEN Schmuck (insbesondere OHRSTECKER, Ketten, Ringe oder Armbänder), Schrankschlüssel o.ä. am Körper tragen (Gefahr von Verlust und Verletzung)

VOR dem Schwimmen: à Bitte ziehen Sie Ihrem Kind so genannte Stopper-Socken (ABS-Socken), die etwas zu klein geworden sind, an. Die Socken verringern das Ausrutschen auf den nassen Fliesen, wenn Ihr Kind mal zu „stürmisch“ unterwegs sein sollte und stören im Wasser kein bisschen. à Bitte die Toilette aufsuchen und gründlich duschen. (Vorsicht, ERST Temperatur einstellen). Für die Kinder ist diese Prozedur sehr schnell selbstverständlich (und die Kleinen, die Ihr Geschäft noch nicht zuverlässig auf der Toilette erledigen, tun´s dann lieber hier als gleich im Wasser).

 

NACH EINER SCHWIMMSTUNDE

Viele Kinder (und wir Erwachsenen ebenso) finden die anschließende Prozedur des Anziehens unangenehm (da müde, hungrig, warm). Machen Sie von Anfang an ein Spiel daraus. Loben Sie die Kinder, sie haben gerade 45 Minuten Schwerstarbeit vollbracht. Seien Sie geduldig, beachten Sie Temperaturunterschiede und ziehen Sie Ihr Kind im Zwiebelverfahren an. Bieten Sie zu Trinken an und lassen Sie die Schwimmstunde fröhlich enden. So kommen die Kleinen zur nächsten Schwimmstunde gutgelaunt und voller Tatendrang.

 

Ein paar wichtige Tipps zum Schluss:

Schwimmen macht durstig! Bedenken Sie, dass die Bewegung im warmen Wasser dem Körper viel Feuchtigkeit entzieht, die schnellstens ersetzt werden sollte. Neutrale Getränke sind am sinnvollsten. Bieten Sie den Kindern also nach dem Schwimmen Mineralwasser, Tee oder nicht zu süßen Saft an. Achten Sie bitte auf nicht-kleckernde Trinkgefäße, auf gar keinen Fall Glas.

Durch die körperliche Anstrengung ist die Verdauung vorübergehend nicht aktiv, d. h. Hunger stellt sich erst viel später ein. Essen sollten die Kinder etwas später, wenn der Körper wirklich zur Ruhe gekommen ist.

Beim Umkleiden und in der Schwimmhalle ist Essen und Trinken grundsätzlich nicht erlaubt.

 

In der kalten Jahreszeit ist der Temperaturunterschied von der Schwimmhalle ins Freie enorm. Ziehen Sie die Kinder in Etappen an, dass der Körper die Chance hat, sich zu akklimatisieren. Föhnen Sie die Haare ganz trocken und nicht zu heiß. Das Föhnen öffnet die Poren der Kopfhaut. Die Haut ist der Kälte wehrlos ausgeliefert, kann ihre Schutzfunktion nicht erfüllen. Besser: Haare gut abrubbeln, Spitzen etwas anföhnen und eine festsitzende, warme Mütze auf (erst im Treppenhaus aufsetzen). Erkältungen entstehen nicht „durch das Schwimmen“, sondern durch Missachtung der Temperaturunterschiede anschließend. Der bewusste Umgang mit diesen Unterschieden kann jedoch eine gewisse Abhärtung gegen Erkältungsanfälligkeit schaffen (siehe Sauna).

 

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind einen sicheren Start und viel Freude im Wasser

 

Ihre Schwimmschule Maslo